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Linz ist Österreichs Experimentallabor - bewährte Praktiken für nachhaltigen Tourismus

 magyarul / auf Ungarisch

Das mildere Wetter im Februar dieses Jahres als üblich begünstigte die niedrigen gelegenen Skipisten nicht, weshalb in letzter Zeit viele Artikel über die Zukunft des Skitourismus veröffentlicht wurden. Auch die ungarische Wirtschaftsleitmedium Pénzcentum.hu veröffentlichte einen detaillierten Bericht über die Zukunft des Tourismus in Österreich, der auch von den Ungarn gerne zum Skifahren besucht wird. Nach der Fachkonferenz der Budapester Reisemesse und Trade Show wurden die Trends auch von Marie-Louise Schnurpfeil, von der Leiterin des Linzer Tourismusverbandes nachgefragt. In ihrer Antwort erklärte sie: “Natürlich werden auch wir mit den Berichten in den Medien konfrontiert, mit den Daten, die zeigen, dass die globale Erwärmung wahrscheinlich viel schneller voranschreiten wird, als bisher angenommen wurde. Aber ich sehe, dass wintersportliche Aktivitäten, zumindest in Österreich, weiterhin wichtige Bestandteile unserer Wintertradition bleiben, sei es Skifahren oder Langlaufen. Natürlich müssen wir uns an die veränderten Bedingungen in unserer Infrastruktur anpassen, und wahrscheinlich müssen wir auf den bereits erschlossenen Gebieten höher hinaufgehen, auf 800 oder sogar 1000 Meter, darüber wird es auf jeden Fall noch Schnee geben. Dennoch benötigen wir auch in den unteren Gebieten attraktive Angebote, Sommererlebnisse und Entwicklungen, damit der Tourismus in Österreich, Deutschland und der Schweiz eine blühende Branche bleibt.” Die Tourismusfachfrau, die früher als Geschäftsführerin der Skiregion Pyhrm-Priel in Oberösterreich tätig war, sagte zur technischen Schneeproduktion, dass dies zwar die Kosten für das Skifahren erhöht, aber die Ferienorte sehr auf grüne Energie setzen. Natürlich helfen die Bilder in den Medien von weißen Streifen an den braugrünen Hängen nicht, aber dennoch “nimmt die Beliebtheit des Skifahrens in Österreich nicht signifikant ab”. Neben der Anpassung ist auch die Bewusstseinsbildung wichtig, wofür Linz und Oberösterreich ebenfalls ein hervorragendes Beispiel und bewährte Praxis sind. Wie bereits berichtet, findet in Oberösterreich in diesem Jahr ein kulturelles Superjahr statt, dessen Brückenkopf für die ungarische Besucher die Stadt Linz ist. Von hier aus kann man leicht und nachhaltig nach Bad Ischl gelangen, der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas (EKHS). Die EKHS-Veranstaltungsreihe bereitet sich auf die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Tourismus vor und versucht verständlich zu zeigen, wie man sich den Umweltproblemen so anpassen kann, dass die Lebensqualität der Einheimischen und die Zufriedenheit der Touristen gelichzeitig steigen können. Wer die Vorteile des städtischen und ländlichen Tourismus genießen möchte, sollte Linz besuchen, das in der Entwicklung und Etablierung nachhaltiger Tourismusinitiativen führend ist. Marie-Louise Schnurpfeil erklärte in ihrem Vortrag auf der Reisemesse, dass Linz einen weiten Weg zurückgelegt hat, um sich in ein paar Jahrzehnten von einer stinkenden Industriestadt zur Kulturhauptstadt Europas zu positionieren, deren Image sie seit dem EKHS-Jahr 2009 kontinuierlich und konsequent aufbaut und stärkt. Der touristische Verband, der mit einem jährlichen Budget von 4,5 Millionen Euro arbeitet, gilt als das innovativste touristische Experimentallabor Österreichs, in dem mit unkonventionellen Mitteln der Tourismus der Zukunft vorangetrieben wird, mit einem Fokus auf der Verbesserung der Lebensqualität der Einheimischen und bewährten Praktiken der Nachhaltigkeit. Weitere Informationen finden Sie HIER und HIER und HIER.

Foto (Titel- und Eröffnungsbild): Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin von Linz Tourismus, während ihres Vortrags auf der Reisemesse. Turizmus.com / Grósz Balázs

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