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Adventgruß 2021 von Balázs Kovács

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"Die Welt wird nie wieder dieselbe sein. / Wir sehen das Licht am Ende des Tunnels. / Alles wird anders sein als zuvor. / Die Epidemie verändert uns alle.“  - diese Zitate sind uns bekannt, nicht wahr? Wie oft haben wir diese Phrasen im letzten Jahr gehört? Dennoch ging das Leben in vielerlei Hinsicht seinen eigenen Weg, so war es auch in der Welt des Tourismus. Im Sommer, als die Epidemie nachließ, füllten sich die Flugzeuge erneut mit Passagieren, die Hotels mit Gästen, die Strände mit Badegästen: unser Sommer war beinahe so, wie die vorigen, wie wir es gewohnt waren. Wieder konnten wir in denselben Fluss steigen. Mit Freude verkündeten Entscheidungsträger und Manager die „Rekordzahlen im Gästeverkehr“ und die „nie zuvor gesichteten Nächtigungs- und Umsatzzahlen.“ Ermutigt durch die „Wachstumsaussichten“ haben viele "neue und neue Rekorde“ aufgestellt, um sogar die „Ergebnisse vor der Epidemie zu übertreffen.“ Dann kam wieder der Herbst, die Probleme häuften sich auf, darauf geschah in Österreich wieder, was zuvor von allen widerlegt worden war: ein vollständiger und bundesweiter Lockdown wurde angeordnet. Zum vierten Mal in anderthalb Jahren.

 

Rückblickend auf die letzte Adventszeit hat sich dieses Jahr fast nichts geändert. Wir sitzen in der Klemme des Schlamassels, während wir wieder über den Neustart des Tourismus sprechen. Um von einem tatsächlichen Neustart und nicht von einem ständigen Stolpern sprechen zu dürfen, braucht es eine neue Richtung. Ich denke wir handeln dann richtig, wenn wir der Realität entgegenschauen. Unsere Reisegewohnheiten und Erwartungen müssen sich ändern. Auch hier habe ich immer wieder argumentiert, dass wir Aspekte der Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen müssen. Wir müssen den durcheinandergeratenen Zauberwürfel des Tourismus neu entwirren, sowohl bei der Erstellung von Reiseangeboten als auch bei der Formulierung unserer Erwartungen. Neben erschöpften wirtschaftlichen Reserven müssen auch die mentalen Batterien wieder aufgeladen werden, um uns nicht nur auf den Beginn des neuen Jahres, sondern auf eine neue Welt vorzubereiten. Indem wir die Grundlagen für eine Kreislaufwirtschaft im Tourismus schaffen, können wir vielleicht dafür sorgen, dass wir auch in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren noch von beglückenden Reisen sprechen können. In unserem neulich gestarteten Podcast suchen wir mit Kollegen*innen einen Weg in die Welt des neuen Tourismus. Für unsere ungarischsprachigen Leser empfehlen wir wieder unseren Tourismus-Podcast Dunakavicsok, der jeden Monat „Gedanken zum Weiterdenken“ hervorbringt. Da keiner von uns den Stein der Weisheit besitzt, können wir die Zukunft gemeinsam erfinden, sagen die Redakteure und Hörer*innen der Sendung.

 

Als Berater im Tourismusbereich habe ich in den letzten Jahren kontinuierlich Erfahrungen und innovative Lösungen gesammelt und grenzüberschreitend verbreitet. Ich habe versucht, Vorschläge für eine schnelle und dauerhafte Erholung des Sektors zu unterbreiten. Gemeinsam mit unseren ungarischen und österreichischen Kollegen*innen denken und bereiten uns auf dem Aufbau des Neutourismus vor. Einen früheren, aber aktuellen Beitrag zum Thema finden Sie HIER.

 

Gemeinsam schaffen wir es, da bin ich mir sicher! Gegen Ende des Jahres gilt es auch hier zu betonen: Allen, die in der vergangenen und oft schwierigen Zeit meiner Consultingtätigkeit Vertrauen und Zuversicht geschenkt haben, bin ich zu großem Dank verpflichtet. Danke an alle, mit denen ich am Erfolg der Arbeit teilhaben durfte, die zur Stärkung der österreichischen und ungarischen Tourismusbeziehungen und zum Aufbau einer neuen Tourismuswelt entlang der Donau geleistet haben. Der Advent macht Hoffnung auf eine erfolgreiche Fortsetzung und ein glückliches Jahr – hoffentlich auch reich an persönlichen Begegnungen! Denken Sie daran: Große Dinge werden unter schwierigen Umständen geboren!

 

Bis dahin sagen und verkünden wir hoffnungsvoll und aus reinem Herzen: adventus Domini!

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